Kryptowährungen versteuern: So kannst du dich wehren!

Bitcoin & CO versteuern: Eine mögliche Alternative?

Die Steuer ist für die meisten eine Qual! Doch jeder muss am Ende des Tages seine Kryptowährungen versteuern.

Ich möchte dir hier einen Gedankengang mitgeben, der mich wirklich fasziniert hat und der für deine Steuererklärung maßgeblich darüber entscheiden kann, wieviel Gewinn du am Endes des Tages aus dem Investment in Kryptowährungen ziehst.

Vorab: Ich bin kein Steuerberater und habe auch sonst keine besonderen Steuerkenntnisse. Die Informationen die ich hier wiedergeben werde, haben sich aus sehr interessanten Gesprächen mit Steuerberatern und Personen ergeben, die bereits eine Steuererklärung durchgeführt haben und Kryptogewinne versteuert haben. Für eine 100% rechtlich sichere Auskunft, bin ich nicht der beste Ansprechpartner – auch wenn ich mir sicher bin, dass du die nachfolgenden Infos unbedingt wissen solltest.

Kryptowährungen versteuern: Das Problem

Das Kernproblem bei der Versteuerung von Kryptowährungen ist, dass Kryptowährungen nicht richtig kategorisiert sind.

Einige Regeln scheinen sich bei den Köpfen der Teilnehmer schon festgesetzt zu haben, wie z.B. dass man Kryptowährungen steuerfrei verkaufen kann, wenn man sie länger als 1 Jahr gehalten hat.

Und selbst hier beginnen bereits Zweifel: Diese Regelung greift im Grunde nur für Wirtschaftsgüter, das können auch z.B. Kunstgemälde oder andere Gegenstände sein. Aber sind Kryptowährungen wirklich Wirtschaftsgüter?

Es gibt aktuell keine hochrichterlichen Beschlüsse, die mit absoluter Gewissheit klären, ob eine Kryptowährung ein Wirtschaftsgut oder ein Finanzinstrument ist.

Mit Sicherheit können wir aber davon ausgehen, dass eine Kryptowährung nicht beides zugleich sein können.

Das bedeutet, dass das Finanzamt in einer Situation ist, in der es eigentlich das tun muss, was du vorschlägst. Und genau das tun sie auch, aber warum?

Damit das Finanzamt dich zwingen kann, deine Kryptowährungen auf einem bestimmten Wege zu versteuern, müssen sie ein gerichtliches Verfahren gegen dich einleiten. Und genau hier schließt sich der Kreis. Ein gerichtliches Verfahren muss an dieser Stelle nämlich, zumal die Frage beantworten, ob Kryptowährungen ein Wirtschaftsgut oder ein Finanzinstrument sind und wie demzufolge Kryptowährungen zu besteuern sind. Also z.B. über den persönlichen Steuersatz oder über die Kapitalertragssteuer.

Das wirkt sich natürlich auch auf das Steuerstrafrecht aus. Mit so einer Rechtsgrundlage ist es sehr schwierig, jemanden Steuerhinterziehung vorzuwerfen, wenn Krypto-Gewinne vermeintlich falsch deklariert worden sind.

Nach dem Anwalt, mit dem sich dieses Gespräch ergeben hat, folgt daraus, dass man weder die Kapitalertragssteuer noch ein physischer Steuersatz in Anspruch nehmen kann.

Es könnte sein, dass man Kryptowährungen auf dem einen oder auf dem anderen Wege versteuern sollte, aber welche ist nun der Richtige?

Nach der Meinung dieses Anwalts ergibt sich der Schluss, dass als Unternehmen jeglicher Ertrag steuerpflichtig ist, als Privatperson dennoch nach den aktuellen Richtlinien nichts, bis ein Gericht darüber entschieden hat, wie die Situation zu regeln ist.

Dabei ist sehr interessant, dass Gerichtsentscheidungen meist nicht rückwirkend, sondern für die Zukunft getroffen werden, in der Regel zu Gunsten des Kunden und nicht des Finanzamtes.

Kryptowährungen versteuern: Privatpersonen können sich geschickt anstellen

Da sich das Finanzamt zum aktuellen Zeitpunkt schwer tut, sich gerichtlich zu wehren, wird es vermutlich dem folgen, was du vorgibst. Bist du der Meinung, dass deine Coins ein Wirtschaftsgut sind, welche nach einem Jahr steuerfrei sind, dann werden sie das so umsetzen.

Denkst du, dass deine Einlage im Staking oder Lending nicht mehr steuerfrei ist, so werden sie dies umsetzen. Argumentierst du gegenüber dem Finanzamt, dass deine Coins ein Finanzinstrument sind, so besteuern sie deine Gewinne wohlmöglich mit der Kapitalertragssteuer.

Du interessierst dich für das Staking und Liquidity Mining der DeFiChain? Dann besuche hier unseren kostenlosen Kurs und starte noch heute!

Dies hängt hier auch sehr stark von deinem Sachbearbeiter und deinen Argumenten ab.

Wirklich spannend ist auch, dass du die Möglichkeit hast, dem Finanzamt mitzuteilen, dass du Kryptowährungen besitzt und dass du Gewinne mit Kryptowährungen realisiert hast, dass du sie aber nicht versteuern wirst, da es keine hochrichterlichen Beschlüsse gibt, wie denn Kryptowährungen überhaupt zu versteuern sind.

Wie anschließend weiter verfahren wird, hängt mit Sicherheit von deinem Gewinn und auch von den Sachbearbeitern ab. Wir können davon ausgehen, dass in absehbarer Zukunft ein Urteil gefällt wird. Klar ist aber, dass du dich hier regelrecht wehren kannst und aktuell nicht alles hinnehmen musst, was dir die Steuerberater vorschreiben.

Denn nicht die Steuerberater entscheiden, wie Kryptowährungen zu versteuern sind, sondern das Gericht. Aktuell scheinen sich jedoch alle an der Interpretation der Steuerberater zu richten. Die Meinung der Steuerberater ist jedoch völlig unerheblich und keine Grundlage für eine gerichtlichen Vorwurf der Steuerhinterziehung. Dir muss also erstmal jemand nachweisen, dass du falsch gehandelt hast!

Letztlich musst du entscheiden, ob du dich von einem Anwalt beraten lassen möchtest, der dazu da ist, die Gesetze in ihrer Bedeutung zu erfassen und Schlüsse daraus durchzusetzen oder ob du dich von einem Steuerberater leiten lassen willst, der versucht, etwas neues, in alte Regelungen hineinzupressen.

Das klingt nach Ärger. Was kann auf mich zukommen?

Falls du dich so positionieren möchtest, kann das Finanzamt dir ein Steuerbescheid unter Vorbehalt ausstellen. Das bedeutet, dass deine Steuererklärung nachträglich geändert werden kann, wenn ein Urteil gefällt wurde.

Dies könnte unter anderem sehr positiv bei dir ausgehen. Angenommen, du hast binnen eines Jahres deine Kryptowährungen gekauft und verkauft und du würdest auf deine Gewinne deinen persönlichen Steuersatz von bis zu 45% bezahlen, da das Finanzamt Kryptowährungen als Wirtschaftsgut interpretiert.

Dann kann es sehr gut sein, dass du nach einem gerichtlichen Urteil nur die Kapitalertragssteuer zahlen müsstest, die bei 25% liegt, da das Gericht zum Schluss kommt, dass normalerweise Swap Geschäfte der Kapitalertragssteuer unterliegen. Dies wissen wir nicht, das Finanzamt und die Steuerberater aktuell aber auch nicht.

Natürlich kann ein richterliches Urteil auch negativ für dich ausgehen. Angenommen du hast dich gewehrt, Steuern zu zahlen und anschließend einen Beschluss unter Vorbehalt erhalten. 3 Jahre später sollst du nun die Steuern auf diesen Verkauf zahlen. Hast du die Geldmittel aber nicht mehr zur Verfügung, da du sie anderweitig benutzt hast, oder einfach vergessen hast, dass noch eine Steuernachzahlung aussteht. Das sind natürlich Probleme, die sich mit etwas Planung leicht umgehen lassen, aber man muss sie eben aktiv planen.

Vorteil ohne Steuerverzicht: Wie nutze ich die Situation geschickt?

Nun, persönlich habe ich daraus den folgenden Schluss gezogen. Und hier möchte ich dich erneut daran erinnern, dass ich kein Steuerberater oder Anwalt bin.

Gehe ich den radikaleren Weg, eine Steuerzahlung abzulehnen, riskiere ich, dass die Kollegen vom FA mir ein Bescheid unter Vorbehalt zukommen lassen. Das muss nicht so sein, ist aber sehr wahrscheinlich und vermutlich abhängig von der Höhe des Gewinns. Sollte ich am Ende des Jahres viele Trades binnen eines Jahres haben, so werde ich mich evtl. für diese Möglichkeit entscheiden und 50% meines Gewinns für alle Fälle zur Seite legen.

Viel interessanter ist jedoch die zweite Möglichkeit: Mir ist bewusst geworden, dass ich das Finanzamt in gewisse Richtungen lenken kann und sollte.

Sprich: das beste ist vermutlich, alles in die Richtung Steuerfreiheit nach einem Jahr zu bewegen. Gerade wenn es um das Thema Staking und Liquidity Mining geht, was noch viel mehr Probleme hervorbringt, würde ich klar argumentieren, dass die Einlagen ebenfalls nach einem Jahr steuerfrei sind oder mich ansonsten dagegen wehren. Technisch gesehen werden die Coins beim Staking nämlich nicht verliehen oder in sonstiger Weise gehandelt. Rein ihre Anwesenheit in einem Staking-Pool führt durch ein Losverfahren (Proof-Of-Stake) dazu, dass hier eine Rendite erwirtschaftet wird.

Da ich persönlich Cashflow aus meinen Kryptowährungen über Cake erhalte, werde ich dazu einfach den Steuerreport von Cake nutzen. Für die einzelnen Trades werde ich eine saubere Auflistung mittels CoinTracking durchführen.

Kryptowährungen versteuern: Verbindliche Auskunft einfordern

Für eine variable Gebühr habt ihr die Möglichkeit eine verbindliche Auskunft anzufordern. Das bedeutet, dass im Nachhinein nichts mehr geändert werden darf. Habt ihr z.B. alle eure Coins mittels der 1-Jahres Regelung steuerfrei veräußert, so ist eine solche Vereinbarung vermutlich sehr attraktiv. Man sollte hier nur beachten, dass die Finanzbeamten nochmal drüber schauen, bevor sie eine solche Vereinbarung unterschreiben. Sollten im Nachhinein Entscheidungen zugunsten deiner Seite von einem Gericht festgelegt werden, so hast du dir selbst ein Bein gestellt, da auch du nichts mehr anfechten darfst. Dies wäre eben dann am attraktivsten, wenn man sowieso alles über die 1-Jahres Regelung abrechnet.

Zum Schluss würde ich dir auch noch empfehlen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Falls du dich dafür entscheidest, keine Steuern auf deine Kryptowährungen zu zahlen kann es zu einem Gerichtverfahren kommen. Prüfe auch hier, ob die Versicherung in einem solchen Fall greift.

Das soll’s für heute aber auch gewesen sein! Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du mir Feedback geben würdest und vielleicht reinschreibst, wie du mit der aktuellen Situation umgehst. Hast du Erfahrungen gemacht, die für die Community relevant sind? Ich denke am Wichtigsten ist es, sich nicht abschrecken zu lassen. Kryptowährungen zu handeln, Cashflow aus ihnen zu beziehen, ist nicht illegal. Die wichtigste Lehre, die du aus diesem Artikel mitnehmen solltest, ist, dass du eigentlich aktuell nichts falsch machen kannst. Es gibt keine Regeln, die du aktiv verletzen kannst. Nimm es entspannt und finde die für dich optimale Lösung.

Wir bieten kostenlose Kurse!

Du möchtest verstehen, wieso man bei der DeFiChain absurd hohe Renditen von Teils mehr als 100% erhält? Wir erklären es dir, kostenlos und seriös!

Starte deine Reise in die dezentrale Finanzwelt und profitiere von einem wachsenden Ökosystem!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.